40 Jahre Weltladen Landsberg

Heuer jährt sich die Gründung des Vereins Partnerschaft Eine Welt und des Weltladens zum 40. Mal.

Angefangen hat alles 1980 mit einem Religionskurs der 12. Jahrgangsstufe des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums. Schülerinnen ließen sich von einer Alternative zu Plastik – der Jutetasche – inspirieren, selbst tätig zu werden. Aus einer Verkaufs-Aktion erwuchs der Wunsch des dauerhaften Engagements. Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt stellte damals wie heute einen Ladenraum zur Verfügung – im Sommer 1981 gründete sich der Verein, im November wurde der Laden eröffnet.

Heute hat der Verein 60 Mitglieder. Der Weltladen in der Ludwigstr. 167 ist Mo – Fr von 10 – 18 Uhr, am Sa von 10 – 13 Uhr geöffnet, ermöglicht u.a. durch 20 ehrenamtliche Verkäuferinnen. Ein großes Sortiment an Büchern, fair gehandelten Nahrungsmitteln und Kunsthandwerk lässt sich hier finden. Durch den ehrenamtlichen Verkauf halten sich die Betriebskosten gering und ermöglichen Spenden: Bis heute sind ca. 350.000 € vor allem an kleine Projekte, zu denen persönliche Kontakte bestehen, geflossen. Daneben betreibt der Verein Öffentlichkeitsarbeit u.a. durch Vorträge und Eine-Welt-Stationen.

Corona hat den fairen Handel überall auf der Welt schwer getroffen. Wegen verschiedener Lockdowns konnten viele Produzentinnen nicht arbeiten und Lieferketten waren unterbrochen. Auch unser Laden musste zeitweise schließen. Hinzu kamen Ernteausfälle und Klimakatastrophen. Nach einem leichten coronabedingten Umsatzrückgang 2020, währenddessen wir unsere Bestellungen zur Unterstützung unserer Partnerinnen allerdings nicht verringerten, erreichen wir im Jubiläumsjahr wieder den Umsatz von 2019 mit rund 80.000 €.

Der Verein setzt sich ein für eine gerechte, partnerschaftliche Welt, für faire Arbeits- und Lebensbedingungen überall auf dem Planeten, wofür Nachhaltigkeit und faire Produktpreise unverzichtbar sind.

Machen Sie mit, indem Sie im Weltladen einkaufen, sich ehrenamtlich einbringen oder spenden:
www.weltlaeden.de/landsberg

Text Bianca Berger, Foto Conny Merunka

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